Die Geschichte des Luftsports in der Fischbeker Heide
Der erste Gleiter wird auf dem Opferberg in der Fischbeker Heide startklar gemacht.
Gottlieb Rost, Fahrradhändler aus Harburg, führt auf der Fischbeker Heide erste Rollversuche mit einem selbstgebauten Eindecker durch, erster Aufflug November 1910 – der Beginn des Luftsports an diesem Ort.
Rost führt erste Passagierflüge durch und begeistert die Bevölkerung für die neue Technik.
Gottlieb Rost verunglückt tödlich beim Absturz auf dem Flugplatz Fuhlsbüttel. Die Straße Rostweg in Fischbek erinnert an ihn.
Mit Beginn des Ersten Weltkriegs wird der Flugbetrieb in Fischbek eingestellt.
In Deutschland erwacht der Segelflug neu – als einzige erlaubte Luftsportart unter den Auflagen des Versailler Vertrags.
Die Segelflugaktivitäten werden vom Scheinberg nach Fischbek verlegt.
Ein zweiter Verein kommt in die Heide: der Flugtechnische Verein Hamburg e.V. (FVH)
Der FVH errichtet einen Hangar in der Heide. Bis Jahresende werden bereits 372 Starts gezählt.
Neue Dauerrekorde mit 43,2 und 46 Sekunden Flugzeit – für die damalige Zeit eine bemerkenswerte Leistung.
Mehrere Gruppen kommen hinzu: die Segelflugabteilung des Polizei-Sportvereins Hamburg unter Walter Milz (1928), der Altonaer Luftsportverein (AVL, 1928) und die Sturmvogel-Gruppe mit Fritz Knoblauch (1930).
Vier Vereine gründen eine Arbeitsgemeinschaft um die Segelflugausbildung effektiver zu gestalten.
Vereinsmitglieder nehmen vorerst ein letztes Mal mit einem Grunau-Baby an Wettbewerben auf der Wasserkuppe teil.
Das NS-Regime löst alle bestehenden Segelflugvereine auf, sämtliches Vereinseigentum wird in den Deutschen Luftsportverband (DLV) überführt.
Am Langen Berg entsteht eine neue Segelflugschule. Im April erfolgt die Eingliederung des DLV in das "Nationalsozialistische Fliegerkorps" (NSFK).
Die Ausbildung von Frauen wird eingestellt.
Nach Kriegsende verboten die Alliierten sämtliche Luftfahrtaktivitäten in Deutschland – einschließlich des Modellfliegens.
Adolf Rietz gründet die „Interessengemeinschaft Segelflug Neugraben" – der Grundstein des heutigen Vereins.
Der "Aero-Club Hamburg e.V." wird gegründet, dem die Interessengemeinschaft Segelflug Neugraben als "Außenstelle Hamburg-Fischbek-Neugraben" beitritt.
Fritz Knoblauch gründet den Harburger Aero-Club – den zweiten Vorläuferverein.
Segelflug wird in Deutschland wieder offiziell zugelassen.
Die Interessengemeinschaft baut ein Grunau-Baby III, der Harburger Aero-Club einen Schulgleiter und eine Winde.
Erster Nachkriegsflug auf der Fischbeker Heide. Das Grunau-Baby III wird auf den Namen „Fischbek" getauft.
Der Harburger Aero-Club kauft eine "Rhönlerche" und beginnt mit der Doppelsitzerschulung.
Die Interessengemeinschaft Segelflug Neugraben wird ein eigenständiger Verein „Segelflug-Club Süderelbe e.V.".
Der SFC-Süderelbe erwirbt eine K7.
Der Hamburger Aero-Club und der Segelflug-Club Süderelbe fusionieren zum Segelflug-Club Fischbek e.V. – der Verein in seiner heutigen Form ist gegründet.
Intensiver Streckenflugbetrieb: 301 Überlandflüge zwischen 1960 und 1969. Die Flotte wächst mit Ka 6, Ka 7, K 8 und ab 1967 dem ASK 13.
Erster Motorsegler des Vereins: eine SF 25 mit Kennzeichen D-KOSD eröffnet neue Möglichkeiten.
Der Verein besitzt drei Kunststoff-Segelflugzeuge und einen zweiten Motorsegler – ein Zeichen des Wachstums.
Der spätere Segelflugweltmeister Holger Karow beginnt seine Segelflugausbildung beim SFC Fischbek.
Anschaffung der ASK 21 – ein modernes Doppelsitzer-Schulflugzeug, das die Ausbildung verbessert.
Zweiter Platz bei der Europameisterschaft im Motorsegelflug in Finnland.
Eröffnung einer Jugendunterkunft auf dem Vereinsgelände – mehr Möglichkeiten für den Nachwuchs.
Der Motorsegler wird durch eine moderne Taifun ersetzt.
Das historische Grunau-Baby III, ein Selbstbau von 1957, kommt zurück nach Fischbek.
Holger Karow wird Segelflug-Weltmeister in Bayreuth, 2003 in Lesno (Polen) und 2016 in Südafrika.
Adolf Rietz, Gründer der Interessengemeinschaft Segelflug Neugraben und Ehrenmitglied, verstirbt.
Ein neuer Motorsegler SF 25 C mit Schleppvorrichtung ergänzt die Flotte.
Alle Vereinsflugzeuge werden mit FLARM-Kollisionswarnsystemen ausgerüstet – Sicherheit geht vor.
Regelmäßige Ausrichtung eines Schüler-Flugwochenendes zum Thema Faszination Fliegen in Zusammenarbeit mit der Hochschule für Angewandte Wissenschaft Hamburg (HAW).
Installation moderner Anzeigegeräte für die Schleppgeschwindigkeit.
Doppeltes Jubiläum: 60 Jahre Segelflug-Club Fischbek e.V. und 100 Jahre Luftsport in der Fischbeker Heide.
Erwerb der MiniLAK - ein eigenstartfähiges Elektroflugzeug
Mit der DG 500 wird die Flotte um einen leistungsstarken Doppelsitzer für Streckenflüge erweitert.
Großes Flugplatzfest zum 75-jährigen Bestehen des Segelflugclubs und 115 Jahre Luftsport in der Fischbeker Heide